Energiespartipps von Ihrer evm

Tipp 6 : Lüften

In der kalten Jahreszeit setzen wir unsere Wohnräume einer starken Belastung durch Heizungswärme und Feuchtigkeit aus. Wir trocknen unsere Wäsche in unseren Wohnräumen, da es draußen zu kalt ist. Wir halten uns lieber drinnen auf und freuen uns bei einer Tasse Tee und einem guten Buch über die wohlige Wärme unserer Heizung. In dieser Jahreszeit ist der Drang zum Lüften eher gering. Ohne regelmäßiges Lüften kann sich jedoch Schimmel bilden was unsere Gesundheit gefährden kann. Da sich unsere Raumluft mit Feuchtigkeit und Schadstoffen anreichert und sauerstoffarm wird, sind wir gezwungen trotzdem regelmäßig zu lüften. Doch beim falschen Lüften geht unnötig wertvolle Energie verloren.

Lesen Sie was Sie beim Lüften beachten sollten:

Energiesparpotential

vor dem Lüften die Heizkörperventile zudrehen Fenster komplett öffnen (keine Kipplüftung!) à Einsparpotential 100€ im Jahr

drei- bis viermal täglich lüften die relative Feuchte im Raum sollte zwischen 40% und 60% liegen je nach Außentemperatur 3-20 Minuten lüften besser intensiv und dafür kürzer lüften

gegenüberliegende Fenster eines Raumes gleichzeitig öffnen (kürzere Lüftungsdauer)

für Bestandsgebäude gibt es dezentrale Varianten der Wohnraumlüftungsgeräte

kontrollierte Be- und Entlüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung sorgen für regelmäßigen Luftaustausch und bis zu 90 % der Wärme geht nicht verloren

Empfehlenswerter Link-Tipp zum Thema: "Das Energieportal - Nachrichten rund ums grüne Haus"

http://www.das-energieportal.de/wohneigentuemer/lueften/energie-sparen-beim-lueften/

Tipp 5 : Kochen und Backen

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit lieben wir die selbst zubereiteten warmen Speisen wie Suppen oder andere Leibgerichte. Aber auch die selbstgebackenen Plätzchen und Kuchen dürfen nicht fehlen. Damit Sie Ihre Speisen und das selbstgebackene Gebäck in vollen Zügen genießen können, ist der richtige Energieeinsatz beim Backen und Kochen entscheidend.

Energiesparpotential

Kochen und Backen mit Gas oder Induktion ist die Methode mit dem geringsten Stromverbrauch. Die etwas höheren Anschaffungskosten sind finanziell schnell wieder herausgeholt.

Die Größe des Topfes sollte zur Größe der Herdplatte passen – wenn die Herdplatte nur 1 bis 2 Zentimeter größer als der Topf ist, werden rund 20 % Energie vergeudet.

Den Kochtopf wenn möglich immer mit einem passenden Glasdeckel abdecken.

Zum Ankochen die höchste Stufe verwenden und zum weitergaren rechtzeitig herunterschalten.

Dampfkochtöpfe reduzieren die Garzeit bis zu 60 % und sparen dadurch Energie.

Wassererwärmung der benötigten Menge mit dem Wasserkocher vorziehen.

Mikrowelle zum Aufwärmen von Speisen nur für eine Menge bis 500g verwenden.

Umluftbacköfen sind generell sparsamer im Energieverbrauch.

Größte Verlustquelle beim Backen ist das Vorheizen – Backen ohne Vorheizen spart bis zu 25 % Energie.

Backofentür nicht unnötig öffnen – 20 % der Wärme geht verloren. Wichtig ist den Backraum voll auszunutzen.

Braten sollte erst ab einer Menge von einem Kilogramm im Ofen zubereitet werden. Empfehlenswerter Link-Tipp zum Thema:

"Energiespartipps für PC, Drucker & Co.", Deutsche Energie-Agentur. http://www.dena.de/publikationen/stromnutzung/broschuere-energiespartipps-fuer-haushaltsgeraete.html?tx_dscoverview%5Bliste%5D=1&tx_dscoverview%5Bpluginid%5D=8

Tipp 4 : PC und Büro

Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht am Computer sitzen und somit Energie verbrauchen. Am meisten Strom verbrauchen Bürogeräte im Leerlauf. Daher gilt auch hier, beim Kauf neuer Geräte, auf Energiesparlabel zu achten.

Energiesparpotential

Geräte nur mit so viel technischer Ausstattung kaufen, wie genutzt wird.
Auf einfache Bedienung achten.
Nicht gebrauchte Funktionen abschalten.
Stand-by-Betrieb vermeiden - Steckdosenleisten verwenden
Ab 30 Minuten lohnt es sich bereits den Computer abzuschalten.
Tablet/ Notebook haben einen geringeren Stromverbrauch als ein PC.
Bildschirmschoner meiden und Bildschirm abschalten.
Auf Flachbildschirm umsteigen, bedeutet nur ¼ des Strombedarfs.
Peripheriegeräte wie Drucker abschalten und nur bei Bedarf einschalten.

Empfehlenswerter Link-Tipp zum Thema:

"Energiespartipps für PC, Drucker & Co.", Deutsche Energie-Agentur. http://www.dena.de/publikationen/stromnutzung/broschuere-energiespartipps-fuer-pc-drucker-co.html

Tipp 3 : Waschen und Trocknen

Waschmaschinen sind Großgeräte, die relativ viel Energie benötigen und lange halten. Sie laufen mitunter bis zu 18 Jahre, im Schnitt etwa 11 Jahre. Neue Geräte brauchen deutlich weniger Energie und Wasser als ältere Modelle.

Wie hoch Energiebedarf und Betriebskosten ausfallen, hängt gerade bei diesem Gerät sehr von der Nutzung ab.

Auch elektrische Wäschetrockner sind Strom-Großverbraucher. Hier hat man die Wahl zwischen mehreren Gerätetypen, mit deutlich unterschiedlichem Energiebedarf.

Energiesparpotential

Beim Kauf auf das EU-Energielabel achten, am besten A+++.

Bei einem Kaltwasseranschluss braucht eine Waschmaschine für eine 90°C-Wäsche etwa 5mal, für eine 60°C-Wäsche etwa 3mal soviel Strom wie bei einer 30°C-Wäsche. Wählen Sie also eine möglichst geringe Waschtemperatur.

Auf Vor- und Kurzwaschgänge möglichst verzichten, ebenso auf Schonwaschgänge.

In der Regel sollte eine Waschmaschine vernünftig, entsprechend den Angaben des Herstellers, befüllt werden. Moderne Maschinen besitzen inzwischen eine Mengenautomatik und regeln den Wasserbedarf und Stromverbrauch entsprechend der Wäschemenge von alleine.

Ablufttrockner verbrauchen etwa 5-10% weniger Energie als Kondensationstrockner.

Bei der Befüllung des Wäschetrockners auf die Beschaffenheit und Dicke der Wäsche achten und immer möglichst gleichartige Wäsche zusammen trocknen. Wäsche nicht „übertrocknen“ (Geräte mit Feuchtefühler vermeiden das automatisch).

Am meisten spart man beim Trocknen mit der guten alten Wäscheleine. Dabei sparen Sie richtig Geld und schonen die Umwelt.

►Wenn Sie überwiegend mit 40°C waschen und auf Vor-, Kurz-, Schonwäsche und den  Trockner verzichten, können Sie bei 160 Waschgängen pro Jahr über 100 € sparen.

Empfehlenswerter Link-Tipp zum Thema:
www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/broschueren.html

Tipp 2 : Kühlen und Gefrieren

Die größten Stromverbraucher in einem Haushalt sind die Kühlschränke und Gefriertruhen. Durchschnittlich mehr als ein Fünftel des Gesamtstromverbrauchs geht auf diese Geräte zurück. Der Grund ist, dass sie rund um die Uhr in Betrieb sein müssen.

Wärme und Kälte vertragen sich nicht

Warme Gerichte erst erkalten lassen bevor sie in den Kühlschrank oder in die Gefriertruhe kommen.

Und umgekehrt gefrorene Speisen aus der Kühltruhe oder dem Gefrierfach nicht energieaufwändig in der Mikrowelle auftauen, sondern am Abend zuvor in den Kühlschrank legen, so dass die gespeicherte Kälte genutzt wird.

Auch der falsche Aufstellort kann den Stromverbrauch um mehr als 10% in die Höhe treiben. Daher die Kühlgeräte an einem möglichst kühlen Platz aufstellen, in jedem Fall nicht neben einer Wärmequelle wie z.B. dem Herd; der Mindestabstand zur Wand beträgt 5 cm, damit die Luft zirkulieren kann.
Ein Grad weniger Umgebungstemperatur spart bei Kühlschränken etwa 6%, bei Gefriergeräten 3% Strom.

Kühlgeräte regelmäßig abtauen. Kühlschrankdichtung und Kühlschrankinnentemperatur regelmäßig überprüfen.

Energiesparpotential

Im täglichen Betrieb bietet die richtige Temperaturwahl das wesentliche Einsparpotential. Eine Temperatur von 8°C bei Kühlschränken und von minus 18°C bei Gefriertruhen reicht völlig aus. Jedes Grad weniger erhöht den Bedarf um bis zu 5%. Im Übrigen benötigen Truhen bei gleichem Volumen weniger Strom als Schränke.

Weil Kühl- und Gefriergeräte Dauerläufer sind, ist der Energieverbrauch bei der Anschaffung von enormer Wichtigkeit. Daher beim Geräteneukauf unbedingt auf das bestmöglichste Energielabel (derzeit A+++) achten. Gegenüber einem Gerät mit einem Energielabel A sparen Sie rund 40% der Stromkosten.

Genauso wichtig ist es jedoch, auf den Energieverbrauch je Liter Nutzinhalt und die passende Gerätegröße zum persönlichen Bedarf zu achten. Die Größe des Kühlschranks sollte so gewählt werden, dass er im Normalbetrieb zu mindestens zwei Dritteln gefüllt ist, ansonsten wird ständig unnötiger Raum gekühlt.

Empfehlenswerter Link-Tipp zum Thema: Gefrierschrank und -truhe: kWh Verbrauch je Liter Nutzinhalt (http://www.stromverbrauchinfo.de/stromverbrauch-gefrierschraenke.php)

Tipp 1 : Beleuchtung

In jedem Haushalt gehen im Durchschnitt etwa ein Zehntel des Gesamtstromverbrauchs auf die Beleuchtung zurück. Dieser Anteil soll durch den Einsatz neuer effektiverer Technologien in den nächsten Jahren drastisch sinken.

LED den Vorzug geben
Bezogen auf den Energieeinsatz liegt die Lichtausbeute von Hochleistungs-LED bei bis zu 90 Lumen pro Watt (Glühbirne gleich 12 Lumen pro Watt). Die LED-Leuchten haben einen bis zu 90% geringeren Stromverbrauch und eine etwa 10- bis 30-mal so lange Lebensdauer wie Glühbirnen und sind unempfindlich gegen mechanische Stöße.

LED werden nicht heiß und erreichen sofort 100% Helligkeit (kein Aufwärmen wie bei Energiesparlampen). Mit LED vermeidet man den Einsatz von Schwermetallen, wie sie in Energiesparleuchten verwendet werden.

Einsparpotential
Ersetzen Sie beispielsweise eine Glühbirne (60 Watt, Preis ca. 2 €), die etwa 3 Stunden pro Tag leuchtet, durch eine LED (9,5 Watt, Preis 9,50 €) mit gleicher Helligkeit, so sparen Sie mit dem Austausch von nur einer LED-Leuchte bereits rund 16 €/ Jahr.

Grundsätzlich gilt  unabhängig vom eingesetzten Leuchtmittel:

Licht immer nur dort einschalten, wo man es braucht.
Gezielt nur dort beleuchten, wo es nötig ist.
Festbeleuchtung muss nicht sein, im Wohnzimmer beispielsweise ist eine schwache Deckenbeleuchtung denkbar - kombiniert mit einer Leselampe am Tisch.
Helle Wände und Decken tragen dazu bei, den Beleuchtungsbedarf zu senken, da sie das Licht reflektieren.
Insbesondere häufig genutzte Leuchten vorrangig durch energiesparende Leuchtmittel tauschen

Empfehlenswerte Broschüre zum Thema:

„Energiespartipps für die Beleuchtung“, Deutsche Energie-Agentur als Download.